Kleine schwarze Fliegen laufen über die Erde oder sitzen am Topfrand deiner Autoflower? Dahinter können Trauermücken stecken. Allerdings ist nicht jedes kleine fliegende Insekt automatisch eine Trauermücke.
Trauermücken sind kleine, meist dunkel gefärbte Insekten. Die erwachsenen Tiere und ihre Larven sehen unterschiedlich aus und haben unterschiedliche Lebensweisen. Für mögliche Wurzelschäden sind vor allem die Larven relevant.
Was sind Trauermücken?
Trauermücken gehören zur Familie der Sciaridae. Im Zusammenhang mit Topfpflanzen werden häufig Arten der Gattung Bradysia beschrieben.
Die erwachsenen Tiere wirken schlank und mückenähnlich. Typisch sind lange Beine und deutlich erkennbare Fühler. Viele der an Topfpflanzen vorkommenden Tiere sind nur wenige Millimeter groß.
Die University of Minnesota beschreibt außerdem eine auffällige Gabelung in der Flügeladerung als Bestimmungsmerkmal. Eine genaue Artbestimmung ist bei diesen kleinen Insekten deutlich anspruchsvoller als die allgemeine Einordnung.
Warum sitzen die kleinen Fliegen häufig an der Erde?
Trauermücken sind mit Substraten und anderen Bereichen verbunden, in denen organisches Material und Pilze vorkommen. Erwachsene Tiere halten sich deshalb häufig in der Nähe von Pflanzgefäßen auf.
Sie können auch an Fenstern oder Wänden sitzen. Der Fundort eines einzelnen fliegenden Tieres benennt daher nicht sicher seinen Entwicklungsort.
Wie sehen Trauermückenlarven aus?
Die Larven sind länglich, beinlos und weißlich bis durchscheinend. Auffällig ist ihre dunkle, glänzende Kopfkapsel.
Anders als die erwachsenen Tiere besitzen sie keine Flügel. Eine kleine schwarze Fliege und eine helle Larve können somit zu unterschiedlichen Entwicklungsstadien derselben Insektengruppe gehören.
Erwachsene Trauermücken und Larven im Vergleich
| Merkmal | Erwachsene Tiere | Larven |
|---|---|---|
| Aussehen | Dunkel, schlank und mückenähnlich | Hell bis durchscheinend mit dunkler Kopfkapsel |
| Flügel | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Bedeutung für Pflanzen | Vor allem lästig | Können neben Pilzen und organischem Material auch Wurzelgewebe als Nahrung nutzen |
Schädigen Trauermücken Autoflower-Pflanzen?
Die erwachsenen Tiere verursachen keinen Wurzelfraß. Ihre Anwesenheit ist deshalb nicht mit einem bereits nachgewiesenen Wurzelschaden gleichzusetzen.
Larven können bei hohen Populationen Wurzeln beeinträchtigen. Universitäre Fachinformationen beschreiben dabei eine besondere Empfindlichkeit von Sämlingen und jungen Pflanzen.
Aus wenigen sichtbaren Fliegen lässt sich jedoch weder die genaue Larvenzahl noch das Ausmaß eines möglichen Schadens berechnen.
Sind gelbe oder hängende Blätter ein sicherer Nachweis?
Nein. Solche Veränderungen können unterschiedliche Ursachen haben. Eine gleichzeitig beobachtete Trauermücke beweist nicht, dass sie die Blattveränderung verursacht hat.
Auch die University of California weist darauf hin, dass Welken häufiger andere Ursachen als Fraß durch Trauermückenlarven hat.
Die biologischen Grundlagen erläutern wir unter Autoflower lässt die Blätter hängen.
Können Trauermücken mit Substraten eingeschleppt werden?
Eine Untersuchung von Cloyd und Zaborski betrachtete kommerziell abgepackte Kultursubstrate und bewurzelte Jungpflanzen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass beide mögliche Eintragswege in Gewächshäuser sein können.
Das ist kein Nachweis dafür, dass jede neue Erde Trauermücken enthält. Ebenso wenig lässt sich die Herkunft einzelner Tiere allein aus ihrem Auftreten bestimmen.
Sind alle kleinen Fliegen an einer Autoflower Trauermücken?
Nein. Andere kleine Zweiflügler können ähnlich wirken. Die University of California unterscheidet beispielsweise Trauermücken von kompakter gebauten Uferfliegen mit kürzeren Fühlern.
Die Beschreibung „kleine schwarze Fliege“ reicht deshalb für eine sichere Bestimmung nicht aus.
Gibt es besondere Autoflower-Trauermücken?
Autoflowering bezeichnet das Blühverhalten der Pflanze. Es beschreibt keine eigene Trauermückenart.
Die genannten Fachinformationen betreffen die Insektenbiologie und allgemeine Zusammenhänge an Kulturpflanzen. Sie liefern keine besondere Schadensschwelle für sämtliche Autoflower-Sorten.
Fazit: Fliegen und Larven getrennt betrachten
Bei Trauermücken unterscheiden sich die sichtbaren erwachsenen Tiere deutlich von den im Substrat lebenden Larven. Die Larven können Wurzeln schädigen; eine einzelne Fliege beweist jedoch noch keinen solchen Schaden.
Eine genaue Beschreibung der Tiere ist deshalb aussagekräftiger als die pauschale Bezeichnung „Fliegen an der Autoflower“.
Weitere Informationen von AUTOMATICFLOW
Den Aufbau der betroffenen Pflanzenorgane erklären wir unter Das Wurzelsystem von Autoflowering Cannabis.
Unser AUTOMATICFLOW-Produktvergleich stellt die Unterschiede zwischen unseren Düngern und Ergänzungsprodukten vor.
Fragen zum Sortiment beantworten wir gerne unter Support@automaticflow.de.
Quellen und weiterführende Informationen
- University of California IPM: Merkmale, Lebensweise und mögliche Schäden durch Trauermücken.
- University of Minnesota Extension: Trauermücken erkennen.
- Cloyd und Zaborski (2004): Trauermücken in kommerziellen Kultursubstraten und Jungpflanzen.
Dein AUTOMATICFLOW-Team


